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12. Mai 2026 · 4 Min. Lesezeit

Wie du eine INCI-Liste lesen lernst

Drei einfache Regeln, mit denen du in einer Drogerie schnell erkennst, ob ein Produkt zu deiner Haut passt – oder ob du es zurück ins Regal stellen darfst.

Eine INCI-Liste (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) sieht auf den ersten Blick wie ein chemisches Wörterbuch aus. In Wahrheit folgt sie einer klaren Logik: Inhaltsstoffe sind nach Konzentration sortiert, vom höchsten zum niedrigsten Anteil. Was an Position 1 bis 5 steht, prägt das Produkt – alles darunter ist meist Beiwerk.

Regel 1: Achte auf das Lösungsmittel. Beginnt die Liste mit „Aqua", ist Wasser die Basis. Steht stattdessen ein Pflanzenöl ganz oben, ist die Textur reichhaltiger. Beides ist nicht besser oder schlechter – es muss nur zu deiner Haut passen.

Regel 2: Wirkstoffe stehen selten an Position 1. Niacinamid, Vitamin C oder Retinol entfalten ihre Wirkung schon in geringer Konzentration. Wenn sie aber erst hinter Duftstoffen und Konservierern auftauchen, ist die Konzentration meist zu niedrig, um Effekte zu erwarten.

Regel 3: Die letzten Zeilen verraten die Marketingstrategie. Stehen dort vor allem Parfum, Linalool und Limonene, weiß die Marke, dass das Produkt vor allem über den Geruch verkauft wird. Für sensible Haut ist das ein Warnsignal.

Im Studio nehmen wir dir das Lesen zwischen den Zeilen ab. Bring uns gerne deine aktuelle Routine mit – wir gehen sie gemeinsam durch.

Bereit, deine Haut wirklich zu verstehen?

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